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DIENSTAG, 28.08. 20.00 Uhr Eröffnung 20.15 Uhr Die wilden Siebziger Dokumentation 2007. Ein Film mit Archivmaterial von Horst Bergmann. Regie: Wolfgang Rebernik und Axel Traun. 45 min. deutsch 2008 jährt sich zum 30. Mal die Besteigung des Mount Everest durch die ersten Österreicher. Am 3. Mai 1978 standen Wolfgang Nairz, Robert Schauer und Horst Bergmann gemeinsam mit Ang Phu am Gipfel des höchsten Berges. Am 8. Mai erreichten Reinhold Messner und Peter Habeler den Gipfel ohne Zuhilfenahme von künstlichem Sauerstoff. „Die wilden Siebziger“ ist ein Film über jene Aufbruchszeit, in der eine kleine bergsteigerische „Elite“ ein Jahrzehnt lang miteinander gelernt, Expeditionen durchgeführt, die medizinischen Grundlagen des Höhenbergsteigens erforscht und das alpine Sponsoring auf den Weg gebracht hat. Ihre gemeinsamen Unternehmungen gipfelten in der Erstbesteigung des Mount Everest „by fair means“, also ohne Sauerstoff. Diese Männer haben damals einen wichtigen Grundstein für das professionelle Bergsteigen der Gegenwart gelegt. In dem Film blicken sie auf jene Zeit zurück und erzählen von ihren Erfahrungen in den drei Jahrzehnten seither. 21.30 Uhr Mordwand, Bergnot, Almdudler! Der Fotograf Uli Wiesmeier zeigt die „Abgründe“ der Alpen. Dokumentation 2007. Regie: Henning Biedermann. 6 min. deutsch Heile Berge… Gibt es sie noch? Oder werden sie erdrückt vom Massenansturm samt Vollkasko-, Vollpension- und Vollrausch-Mentalität? Diese Fragen standen für einen der besten Bergsportfotografen unserer Zeit, Uli Wiesmeier, am Anfang seines spektakulären Fotoprojekts „Berg Heil“. Vor grandioser Bergkulisse schuf er 16 Szenen vom Alpenglühen bis zum letzten Edelweiß, von Heidi bis zum Hüttenzauber. Dabei entstand jedes Motiv real und nicht am Computer. Zum ersten Mal in Österreich zu sehen sind diese Fotografien beim Filmfest St. Anton. Pause 22.15 Uhr Ein Stück Himalaya im Wetterstein Dokumentation 2004. Ein Film mit Charly Wehrle. Regie: Jörg Schmid. 28 min. deutsch Er ist mit Leib und Seele Hüttenwirt: Charly Wehrle, Herr über die Reintalangerhütte im Wettersteingebirge. Die Hütte im Hinterreintal ist ein beliebtes Ausflugsziel und Zwischenstation auf dem Weg zur Zugspitze. Bereits zu Beginn seiner mehr als 25-jährigen Hüttenwirtlaufbahn wusste Charly: „Dieser Beruf ist mir auf den Leib geschneidert“. Damals bewirtschaftete er noch winters wie sommers die Stuibn- und die Oberreintalhütte. Seinem Credo blieb er bis heute treu: „Demut, Disziplin, Dienstleistung“. Charlies enge Freundschaft zu einem nepalesischen Sherpa prägt nicht nur sein Denken, sondern auch das Leben auf der Reintalangerhütte: „Wir haben einfach hier vor der Hütte an dem Fluss die Gebetsfahnen aufgehängt. Und seitdem ist das ja zu einem Stück Himalaya im Wetterstein geworden.“ Neben dem Schreiben ist das Hackbrettspielen Charlys liebstes Hobby. Die Musik, das ist seine feste Überzeugung, bringt auch die unterschiedlichsten Menschen zusammen. 22.50 Uhr Slackliner The Movie Dokumentation 2007. Ein Film von Daniel Peis, Christian Waldner und Christoph Huber. 20 min. deutsch Sie balancieren auf einem zwei Zentimeter breiten Schlauchband in 50 Meter Höhe auf eine freistehende Felsnadel zu. Dabei vertrauen sie allein auf ihr Können und die Absicherung und spüren neben der körperlichen und geistigen Anspannung nur den Wind unter ihren Füßen. Eine Gruppe von Tiroler Studenten ist auf der Suche nach dem besonderen Kick: Für Surfer mag dies die perfekte Welle sein, für die jungen Slackliner ist es die Mischung aus Natur, Konzentration und Gleichgewicht. Der Film zeigt die junge Crew an unterschiedlichen Spots in Tirol. 23.15 Uhr Naturerlebnis Tirol Dokumentation 2006. Eine Produktion der Woka Film im Auftrag der Umweltabteilung des Landes Tirol. 32 min. deutsch Aktivitäten und Erlebnisse in Tiroler Schutzgebieten stehen im Mittelpunkt dieses Films. Die Schutzgebiete sind dabei nicht als Gebiete unter einem Glassturz zu verstehen, vielmehr geht es darum, die Besonderheiten anschaulich und erlebbar zu machen. Dies gelingt den ManagerInnen der Schutzgebiete auf unterschiedlichste Weise. Im kürzlich fertig gestellten Film werden ausgewählte Beispiele der Zusammenarbeit und Entwicklung für Einheimische und Gäste vorgestellt. MITTWOCH, 29.08. 20.00 Uhr Vertical Rush St. Elias Preview Dokumentation 2007. Ein Film mit Axel Naglich und Peter Ressmann. Regie: Gerald Salmina. 10 min. deutsch Vom zweithöchsten Gipfel der USA, dem Mount St. Elias (5.489m), über 35 km schneebedeckten Gletscher bis hinunter zur Icy Bay im Golf von Alaska: Das ist die längste durchgehende und die wohl gefährlichste Skiabfahrt der Welt. Noch ist keinem Menschen dieses Abenteuer gelungen. Der bisher einzige Versuch endete tragisch: Aaron Martin and Reid Sanders sind bis heute verschollen. Die beiden Tiroler Extremskifahrer Axel Naglich und Peter Ressmann und der Amerikaner Jon Johnston wollen es dennoch versuchen. Sie nehmen den Kampf mit dem als „Man Eater“ bekannten Berg auf. Filmfest-Preisträger Gerald Salmina hat sie dabei begleitet und zeigt erstmals Bilder des in Vorbereitung befindlichen Kinofilms über dieses waghalsige Abenteuer. 20.20 Uhr The Silent Climber Dokumentation 1976. Ein Film mit John Gill. Regie: Pat Ament. 10 min. mit Musik Der Amerikaner John Gill gilt als Vater des Boulderns. Der Ringturner begann in den 1950er-Jahren an kleinen Felsblöcken zu trainieren und entwickelte bald eine Fertigkeit, die es ihm erlaubte, schwierigste Probleme erfolgreich zu bewältigen. Seine dynamischen Bewegungsabläufe haben einen Stil geprägt, der noch heute großen Einfluss auf die Kletterszene hat. Mitte der 1970er-Jahre hat Pat Ament selbst erfolgreicher Kletterer, Autor und Filmemacher der Boulderlegende John Gill einen Film gewidmet und damit ein Kunstwerk geschaffen. Mit faszinierenden Schwarzweißaufnahmen und lediglich mit Musik unterlegt gilt dieser, heute sehr selten gezeigte Film als Klassiker des Kletterfilms. 20.40 Uhr Action Directe Dokumentation 2007. Ein Film mit Kilian Fischhuber. Regie: Hannes Mair. 12 min. deutsch Die Route „Action Directe“ im Frankenjura wurde 1991 von Wolfgang Güllich erstbegangen. Viele der Weltbesten sind an ihr gescheitert. Erst acht Kletterer haben die Route seither wiederholt, unter ihnen als erster Österreicher Kilian Fischhuber. Die Route ist etwa 15 Meter hoch, besteht aus 12 schweren Zügen und beginnt mit einem Sprung aus einem Einfingerloch in ein scharfes Zweifingerloch… 21.00 Uhr E11 Dokumentation 2006. Ein Film mit Dave MacLeod. Regie: Paul Diffley. 41 min. engl. mit dt. UT Die Begehung der ersten E11-Route „Rhapsody“ (E11, 7a) durch den ehrgeizigen Schotten Dave MacLeod steht im Mittelpunkt dieser Dokumentation. Über zwei Jahre von den ersten Versuchen, unfassbaren Stürzen bis zum geglückten Durchstieg begleiten die Filmemacher den von seinem Vorhaben besessen MacLeod, der zu den besten Allround-Kletterern der Welt zählt. „Sixty five foot falls, wires exploding, screams of agony, howls of frustration, blood in the shower, and the ecstasy of triumph this is what it takes to lead 'Rhapsody' on Dunbarton Rock, probably the hardest traditionally protected rock route in the world”, so kommentierte Joe Simpson diesen beeindruckenden Film. Pause 22.15 Uhr Rheinfall Dokumentation 2007. Ein Film von und mit Bernhard Mauracher. 20 min. – deutsch Der Rheinfall bei Schaffhausen in der Schweiz zählt zu den spektakulärsten Wildwasserplätzen Europas, und allein deshalb übt er eine magische Anziehungskraft auf die Paddler aus. Wirklich befahren wurde der größte Wasserfall Europas allerdings erst von ganz wenigen. Einer davon ist der Zillertaler Bernhard Mauracher, der den Rheinfall auf unterschiedlichen Routen schon mehrfach bezwungen hat. In seiner spektakulären Dokumentation nimmt er die Zuschauer mit auf die Fahrt durch das extreme Wasser. 22.45 Uhr My Name is Daniel Ilabaca Dokumentation 2005. Eine Produktion von Highland Alliance. Regie: Dave und Andy Roberts. 10 min. – englisch Er gilt als einer der weltbesten „Traceure“: Daniel Ilabaca. Der junge Brite hat sich einer Sportart verschrieben, die ihren Ausgang vor einigen Jahren in Frankreich nahm. In den Pariser Vorstädten erfand David Belle „Parkour“, die Kunst der Fortbewegung. Der so genannte „Traceur“ geht dabei seinen eigenen Weg und jedes Hindernis auf diesem Weg wird effizient, flüssig und effektiv überwunden. Dabei wird Parkour nicht nur als Sport, sondern auch als kreative Kunst verstanden. Es gilt die eigenen durch Körper und Umwelt gesetzten Grenzen zu erkennen und zu überwinden. Bei der Durchquerung der Stadt geht es aber auch um die Zurückeroberung des urbanen Raums. 23.00 Uhr In den Himmel geschickt Dokumentation 2007. Eine Produktion des Rundfunks Berlin-Brandenburg. Regie: Walter Krieg. 30 min. – deutsch Donnernd kommen die Wellen der Ostsee heran, das Wasser ist eiskalt. Heike Traubenstein stört das nicht. Geübt hakt sie das Seil an der Brücke am Rügendamm fest. Kabel müssen in die Pfeiler der Brücke gelegt werden. 120 Meter tief lässt sich die 26-Jährige hinab zur Montage. Die gelernte Verkäuferin und ihr Partner Andreas Poppe sind Industriekletterer. Beide haben schon in verschiedenen Berufen gearbeitet, waren arbeitslos, probierten immer wieder etwas Neues. Heute gehören sie zu einer kleinen Gruppe von Spezialisten in Deutschland, die diesen schwierigen Beruf ausüben. Der Film begleitet die beiden Höhenarbeiter aus Eberswalde bei ihren waghalsigen Einsätzen in luftiger Höhe. DONNERSTAG, 30.08. 16.00 Uhr Kinderkinonachmittag: Chicken Run Animationsfilm ab 6 Jahre. Regie: Peter Lord, Nick Park. 81 min. – deutsch Auf der Tweedy-Hühnerfarm herrscht der Ausnahmezustand: Die Farmersfrau will von Eier- auf Hühnerpasteten-Produktion umsatteln. Die mutige Henne Ginger, die schon diverse misslungene Fluchtversuche hinter sich hat, bereitet nun einen letzten großen Ausbruch vor. Als der Flughahn Rocky in der Farm notlanden muss, scheint der Traum von der Freiheit endlich Wirklichkeit werden zu können ... Erster langer Animationsfilm der Wallace & Gromit-Schöpfer Peter Lord und Nick Park; spannend, turbulent, humorvoll und grandios animiert. Ein Vergnügen für Jung und Alt. 20.00 Uhr Flying Circus Dokumentation 2007. Ein Film mit Beat Kammerlander. Regie: Markus Eck. 21 min. – deutsch Vier Seillängen an der Decke einer riesigen Grotte, Bohrhaken nur an den Standplätzen, bewertet mit M10 und E4 – das ist Flying Circus, die weltweit erste Route in diesem Schwierigkeitsgrad. Die Mixed-Linie an der Breitwangfluh im Berner Oberland wurde 1998 von Robert Jasper eröffnet. Erst im Vorjahr gelangen die ersten vollständigen Wiederholungen. Der Vorarlberger Beat Kammerlander kletterte die Route am 10. Februar 2006 rotpunkt, ohne vorher Sicherungspunkte angebracht zu haben. Vier Tage später wiederholte er die Route noch einmal, der Profibergführer und Filmemacher Markus Eck und sein Team begleiteten ihn dabei. 20.30 Uhr Didier vs. the Cobra Dokumentation 2006. Ein Film mit Didier Berthod. Regie: Peter Mortimer. 25 min. – englisch Es ist einer der härtesten Risse der Welt und bislang unbezwungen, der Cobra Crack im kanadischen Granitklettergebiet Squamish. Der Schweizer Rissspezialist Didier Berthod nimmt das Duell auf: Er möchte der Erste sein, der diese schwierige Route bewältigt. Sein Ehrgeiz, seine Begeisterung und seine Freude am Klettern machen ihn stark. Doch es wird ein monatelanger Kampf, der auch von Schmerzen, Momenten des Selbstzweifels und dem Kampf mit den Elementen geprägt ist. Peter Mortimers Film zeichnet ein einfühlsames und sehr menschliches Bild einer beeindruckenden Kletterer-Persönlichkeit: Didier Berthod. 21.10 Uhr Der stille Fall Dokumentation 2007. Ein Film mit Mike Schönherr. Produktion: freiluftdoku.com Alex Kaiser, Harry Putz. 20 min. – deutsch Mike Schönherr ist Basejumper und Multitalent aus dem Zillertal. Er leitet dort den Action Club Zillertal und fliegt mit Gleit- und Fallschirm durch die Lüfte. Die sonst eher im Schnee beheimateten Filmfest-Preisträger Alexander Kaiser und Harry Putz begleiten Mike Schönherr bei seinen Ausflügen und dokumentieren den spektakulären Versuch eines „First Exits“ des Basejumpers im Zillertal. Pause 22.15 Uhr Menschen am Ziel – Gipfelnotizen Ortler 3.905 m Dokumentation 2006. Regie: Karl Prossliner. 30 min. – deutsch und ital. mit dt. UT „Die wahren Abenteuer sind nicht in deinem Kopf, sie sind dort draußen. Und hier oben kannst du sie fühlen.“ Solche und andere Notizen aus dem Gipfelbuch auf Südtirols höchstem Berg hat der bekannte Filmemacher Karl Prossliner gesammelt und zu einem vielschichtigen Portrait jener Menschen zusammengefügt, die ihrer Sehnsucht nach dem Gipfel gefolgt sind. Im Zentrum des Films steht die Frage nach dem Ziel der Bergsteiger. Am Gipfel angelangt, schreiben sie ihre Gedanken nieder, manchmal ernst und oft auch witzig: „Die Gams springt hoch, die Gams springt weit. Warum auch nicht, sie hat ja Zeit. Wir haben uns heute auch Zeit gelassen, um auf den Ortler zu kommen.“ 22.50 Uhr Speedriding down the Eiger Dokumentation 2006. Regie: Valery Montant und Henry Bon. 5 min. – französisch „Speedriding“ oder „Speedflying“ ist eine neue Extremsportart, die Skifahren mit Gleitschirmfliegen verbindet. Verwendet werden dazu Gleitschirme mit sehr kleiner Fläche, die hohe Geschwindigkeiten erlauben. Zu den Pionieren dieses Sports zählen die französischen Piloten aus dem Team Acro-Base. Sie waren auch die ersten, die eine Abfahrt vom Eiger wagten und mit spektakulären Bildern aus der Schweiz zurückkehrten. 23.00 Uhr Escape Dokumentation 1996. Ein Film mit Richard Gallon, Peter Wensold, Burkhard Martens und Stefan Stieglair. Regie: Uli Wiesmeier. 12 min. – deutsch Drei Freunde treffen sich am Sellajoch in den Dolomiten, um für einige Stunden der Zivilisation zu entfliehen. Sie wollen den höchsten Berg der Dolomiten, die Marmolada, auf ganz andere Art und Weise erobern. Der Fotograf Uli Wiesmeier, selbst einmal erfolgreicher Gleitschirmprofi, hat mit grandiosen Aufnahmen eine poetische Hymne über den Menschheitstraum vom Fliegen geschaffen. 23.15 Uhr Ein Hauch von Himalaya in den Alpen Dokumentation 2006. Buch und Regie: Antje Christ. 26 min. – deutsch Satte, grüne Wiesen und glückliche Kühe – ein bekanntes Bild der Schweiz, an dem niemand zu rütteln scheint – bis auf einen: Daniel Wismer. Auf einer Reise durch Tibet erkannte er seine Bestimmung. Zurück in der Schweiz ließ er sich im Walliser Mattertal, hoch über dem Dorf Embd, nieder und züchtete Yaks. Seitdem kämpft Daniel Wismer gegen etliche Widerstände. Auch die raue Natur zeigt ihm immer wieder seine Grenzen, doch der Yak-Bauer lässt sich nicht unterkriegen. Die Geschichte eines Mannes mit Visionen, der Herausforderungen nicht scheut und der in seinem Leben schon viele Hürden überwunden hat. FREITAG, 31.08. Abend des Tiroler Alpenvereins 20.00 Uhr Die blinde Seilschaft Dokumentation 2006. Ein Film mit Andy Holzer und Erik Weihenmayer. Regie: Heinz Zak. 45 min. – deutsch Eine schwere Netzhauterkrankung zerstörte sein Augenlicht schon vor der Geburt. Das hinderte den Osttiroler Andy Holzer aber nicht, eine große Leidenschaft für das extreme Bergsteigen zu entwickeln. Hohe Gipfel wie Kilimanjaro, Elbrus und Anconcagua und schwere Klettereien wie an den Drei Zinnen hat er schon in sein Tourenbuch eingetragen. Begleitet von Fotograf und Filmemacher Heinz Zak machte sich Andy Holzer im Sommer vergangenen Jahres gemeinsam mit dem US-Amerikaner Erik Weihenmayer zu einem außergewöhnlichen Vorhaben auf. Absolut selbständig durchsteigen die beiden blinden Kletterer eine Route im 5. Schwierigkeitsgrad durch die 200 Meter hohe, senkrechte Wand des Roten Turmes in den Lienzer Dolomiten. 20.45 Uhr Catherine Destivelle Live-Gast beim Filmfest St. Anton Catherine Destivelle ist eine der international bedeutendsten und erfolgreichsten Bergsteigerinnen. In den 1980er-Jahren war sie die erste Frau, die eine Route im 8. Schwierigkeitsgrad kletterte. Sie war die beherrschende Figur der Wettkampfkletterszene jener Zeit. Zu ihrem Markenzeichen aber wurden Solobegehungen extremer Alpenwände im Winter. Die Erstbegehung im Alleingang durch die Westwand der Drus und die Solo-Winterbegehungen der Eiger-Nordwand, des Walkerpfeilers in der Nordwand der Grandes Jorasses und der Matterhorn-Nordwand waren ihre größten Erfolge. Bei all den spektakulären Leistungen bleiben Berge für Catherine Destivelle Orte des Glücks, aus denen sie Kraft schöpft. Die Französin ist eine Ausnahmeerscheinung unter den Bergsteigerinnen und ein Vorbild für viele Frauen. Beim Filmfest St. Anton berichtet sie mit filmischen Beispielen aus ihrer Karriere, in der sie ihre Fähigkeiten und Nervenstärke an den größten Herausforderungen des Bergsteigens bewiesen hat. Pause 22.30 Uhr My Date from Hell Animationsfilm 2006. Eine Produktion der Filmakademie Baden-Württemberg. Regie: Tim Weimann und Tom Bracht. 14 min. – deutsch Der Teufel ist auch nicht mehr der Jüngste. Außerdem langweilt ihn das tägliche Hölleneinerlei schrecklich. So begibt er sich auf die Suche nach seiner Traumfrau. Doch Blind Dates, Kontaktanzeigen und Video Dating sind Hürden auf dem Weg zum Glück. 22.45 Uhr Born to Fly Dokumentation 2007. Ein Film mit Angelo D’Arrigo. Regie: Marco Visalberghi. 83 min. – englisch Drachenflieger Angelo D’Arrigo liebte die Extreme. Als erster Mensch flog er mit einem Drachen über den Mount Everst, er überquerte das Mittelmeer, Sibirien und die Sahara und gewann zahlreiche Wettbewerbe. Alles, was er über das Fliegen in extremen Höhen wusste, hatte er von den Zugvögeln gelernt. In monatelangen, mühsamen Annäherungen machte er sie zu seinen Lehrmeistern für die gewagten Unternehmen. Bei seinem letzten Abenteuer begab er sich auf die Spuren der Kondore und flog mit ihnen über die Anden. Vor einem Jahr kam Angelo D’Arrigo während einer Flugshow in seiner Heimat Sizilien bei einem tragischen Unfall ums Leben. Der Film „Born to Fly“ über seine Unternehmen in Südamerika wurde posthum fertig gestellt. Seine gewagten Vorhaben suchten nie nur die Sensation, sie verbanden stets das Abenteuer mit Tierliebe und ökologischem Engagement. SAMSTAG, 01.09. 10.30 Uhr Matinee: Norbert Falch Mit anschließendem Erbswurstsuppe-Essen. Dokumentationen aus den 1960er- und 70er-Jahren. Regie: Norbert Falch. 57 min. deutsch Rare Filmdokumente über das bäuerliche Leben am Arlberg hat der Amateurfilmer Norbert Falch in den 1960er- und 70er-Jahren geschaffen. Das sommerliche Heuen auf den Bergwiesen, das mühevolle Heuziehen über tief verschneite Berghänge ins Tal, die Schafzucht und das Wollspinnen und die heute gänzlich verschwundene Kunst der Schellenschmiede sind zu sehen. Den Abschluss bildet der gemeinsam mit Rudolf Gröbner entstandene Film „Patteriol Butz“ nach einer heimischen Sage. Umrahmt wird die Vorführung durch eine Lesung von Stefan König über die „Erbswurstsuppe“. Die Matinee wird mit einem gemeinsamen Erbswurstsuppe-Essen abgeschlossen. 16.00 Uhr Im Goggomobil um die Welt Preview Beschreibung siehe Abendprogramm. Abend des Tiroler Alpenvereins 20.00 Uhr Harvest Moon Dokumentation 2006. Ein Film von und mit Stephan Siegrist. Regie: Robert Frost. 43 min. deutsch Der Schweizer Stephan Siegrist, geboren 1972, zählt heute international zu den bedeutendsten Allround-Alpinisten. Er kennt die großen Nordwände der Alpen wie seine Westentasche, hat die Eiger-Nordwand dutzende Male durchstiegen, war am Cerro Torre und am Fitz Roy. Bei den großen Fernsehreportagen „Eiger Retro“ (in Ausrüstung und Stil der Erstbegeher) und „Eiger live“ (das 32-stündige Nordwand TV-Spektakel) war Siegrist einer der Protagonisten. Gemeinsam mit drei weiteren Alpinisten nahm er im Himalaya eine neue Herausforderung an: Den bisher unbestiegenen Nordwest-Grat des Thalay-Sagar (6.904 m) in Indien, der durch seine extrem schwierigen Kletterpassagen ab 5.900 m als nahezu unbezwingbar gilt. Bei sehr schlechten Bedingungen überwinden die Kletterer unter Einsatz künstlicher Hilfsmittel Meter um Meter. Neuschnee und akute Lawinengefahr bringen das Projekt beinahe zum Scheitern. Doch dann macht sich das vierköpfige Team noch einmal auf in Richtung Gipfel. 21.00 Uhr Eine Bergliebe Dokumentation 2005. Koproduktion BR/Arte. Ein Film mit Barbara Hirschbichler. Regie: Julia Seidl. 45 min. deutsch Als Barbara Hirschbichler mit 14 Jahren zum ersten Mal die Tagebücher ihres Vaters las, waren das ergreifende Momente. Er war ein berühmter Berchtesgadener Bergsteiger, der 1959, wenige Tage vor der Geburt seiner Tochter Barbara bei einer Erstbesteigung im Karakorum tödlich verunglückte. Heute ist Barbara Hirschbichler Lehrerin am Gymnasium in Berchtesgaden und eine der weltweit besten Alpinistinnen. Als sie am Mount Everest scheitert, ordnet sie ihr Leben neu. Sie sammelt in Deutschland Spenden, mit deren Hilfe in den bitterarmen Bergregionen des Karakorum Wasserleitungen, Schulen und Krankenstationen gebaut werden. Zum Andenken an ihren Vater, sagt Barbara. Im Karakorum trifft sie auch ihre große Liebe, den pakistanischen Träger Rasool. Pause 22.15 Uhr Preisverleihung Vergabe des St. Anton Spezialpreises und des Publikumspreises 2007 22.30 Uhr Im Goggomobil um die Welt Traumreise zu Dritt. Dokumentation 2006. Ein Film von Matthias Kirketerp und Werner Klemm. 45 min. deutsch Mitte der 1950er-Jahre machten sich das Hamburger Ehepaar Marlotte und Peter Backhaus auf eine ungewöhnliche Reise um die Welt. Mit ihrem Goggomobil, genannt „Schnüffelchen“, ging es von Deutschland über Spanien quer durch Nordafrika und Südamerika bis nach Japan, Indien, Tibet und Persien. Sie fuhren durch 80 Länder und 4 Kontinente. „Die Welt mit eigenen Augen sehen und die Menschen anderer Kulturen kennen lernen“, das war ihr Motto. Nach mehreren Jahren kehrten sie mit faszinierenden Bildern zurück und versahen ihren Film mit sehr persönlichen Kommentaren. Der ungewöhnliche Film kam 1964 ins Kino und war ein großer Erfolg. Dann verschwand er allerdings und wurde erst 40 Jahre später wiederentdeckt. Matthias Schulze-Kirketerp restaurierte den Film und besuchte Marlotte und Peter Backhaus in einem Dorf südlich von Hamburg. Informationen und Reservierungen: tel: +43(0)5446-22690, fax: +43(0)5446-2532 mail: info@stantonamarlberg.com www.stantonamarlberg.com |