18.8.'15

Vorschau 2015

Filmfest St. Anton
Berge – Menschen – Abenteuer

heißt es nun schon zum 21. Mal auf der großen Kino-Leinwand des ARLBERG-well.com in St. Anton.
Auch dieses Jahr wartet ein vielfältiges Programm an Berg- und Outdoorfilmen aus aller Welt auf Euch.

26.-29.8.2015 // Arlberg-WELL.com // Hannes-Schneider-Weg 11 // 6580 St. Anton am Arlberg

Viele Premieren, nationale und internationale Top-Athleten und Filmemacher auf der Bühne, Zeit zum Plaudern, Lachen, Staunen und Genießen – das ist Festivalatmosphäre beim Filmfest St. Anton!

 

Unsere Filme:

Prinzip Hoffnung
Seit Beat Kammerlander die 40 Meter hohe „Bürser Platte“ 2009 frei und nur mit mobilen Sicherungsgeräten geklettert ist, ist der Ruf dieser haltlosen Felswand, die von ihrer Struktur her einer Raufasertapete gleicht, legendär. Barbara Zangerl konnte als erste Frau Kammerlanders Route „Prinzip Hoffnung“ (8b/8b+) wiederholen. Die Felswand ist direkt in dem Städtchen Bürs bei Bludenz. Während „Babsi“ Zangerl an der Wand im oberen zehnten Grad und nur mit Klemmkeilen gesichert an ihre physischen und psychischen Grenzen geht, feiern rundherum die Bürser ausgelassen Fasching. Zwei Welten sind unmittelbar nebeneinander. Und in der von Babsi kommt es darauf an zu vertrauen…

 

Samaya
„Wir Menschen geben nur ein Gastspiel auf dem Planeten Erde“ – unter diesem Motto hat Filmemacher Franz Walter in „Samaya“ fünf Athleten in der wilden Naturlandschaft Islands begleitet. Allzu oft sind Sportler nur ein Fremdkörper in der Natur, doch hier ist es anders: Surfen, Kayaken, Radfahren, Laufen und Eiskletterern ist Ausdruck einer Beziehung zur Natur, gezeigt in poetischen Bildern und begleitet von der Musik der isländischen Band Árstíðir. Das Resultat ist ein künstlerischer Zugang zu Sportfotografie und Sportfilm, dem ein Bewusstsein für die Natur eingeschrieben ist.

 

Die großen Nordwände – Petit Dru
Der Film über die Begehung der klassischen Nordwandroute der Petit Dru hoch über Chamonix zeigt zwei Bergsteigerlegenden in einer Seilschaft vereint: Andy Parkin und Steve House; beide teilen sie eine besondere Geschichte mit den Bergen des Mont Blanc Massivs. „Eigentlich bin ich ein Krüppel“, sagt Andy Parkin, „aber ein Krüppel, der noch sehr gut klettern kann.“ Der Engländer, der seit drei Jahrzehnten in Chamonix wohnt, überlebte 1984 nur mit viel Glück einen Kletterunfall. Seitdem ist er körperlich gezeichnet. Mental dagegen hat er es geschafft, sich von seinem alten Leben zu lösen und – mit Hilfe der Malerei – ein neues zu beginnen. Steve House gilt als einer der derzeit besten Alpinisten weltweit. Die Dru wäre ihm aber beinahe zum Verhängnis geworden. 1996 stürzte er beim Versuch einer Alleinbegehung der Nordwand in eine Gletscherspalte, aus der er sich, schwerverletzt, nur mit Mühe und Not wieder herausarbeiten konnte. Für beide ist die Dru mehr als nur ein Berg, ihre Veränderlichkeit dient als griffige Metapher für den oft plötzlichen Wandel wie auch für die Entwicklungen, die ein Mensch in seinem Leben durchlaufen kann.

 

Tirol Shan
Ein eiskalter Wintertag Anfang 2015. Simon Gietl steht im Schatten einer Nordwand „seiner“ Südtiroler Dolomiten. Er spricht über seine Leidenschaft, das Alpinklettern. Über ihm ein mächtiger Eisvorhang, wo er eine neue Mixed-Kletter-Route versuchen will. In diesem Moment der Herausforderung scheint die Erinnerung an die China-Expedition im Herbst 2014, zu der er mit seinen Kletterpartnern Vittorio Messini und Daniel Tavernini aufgebrochen war, schon weit zurückzuliegen. In dem in Sachen Extremklettern noch fast unentdecktem „Minya Konka Massiv“ östlich von Tibet setzen sich die drei Tiroler zum Ziel, ihre Kräfte an einem gigantischen und noch nicht bestiegenen Granitpfeiler zu messen. Als sich ihr Vorhaben als nicht durchführbar erweist, wenden sie sich unverdrossen einem anderen Ziel zu und besteigen als erste einen Gipfel, den sie „Tirol Shan“, „Tiroler Spitze“ taufen.

 

Altai – An Unexpected Fortune
In der Hoffnung ein noch unbekanntes Ski-Paradies zu entdecken, fahren fünf österreichische und deutsche Skialpinisten im Frühjahr 2014 in das entlegene Russische Altai Gebirge. Nach langer Reise finden sie sich in einem kleinen Holzschuppen am Rande eines Russischen Bauerndorfes mit dem Namen „Kurai“ wieder, nichtwissend, was sie dort weiter erwartet. Mit den ersten Sonnenstrahlen sehen sie, wie sich das Altai Massiv über der Sibirischen Steppe erhebt – unberührt und atemberaubend schön. Ob man da gut Skifahren kann? Was die fünf Alpinisten schließlich tief im Herzen dieser steilen Berge finden, übertrifft ihre kühnsten Vorstellungen – a truly unexpected fortune!

 

Shuangqiao Valley – Thin Ice in Tibet
Februar 2015: Die Freunde Albert Leichtfried und Benedikt Purner zieht es auf der Suche nach Unbekanntem ins ferne Asien, nach Tibet, östlich des Himalaya. Hier scheint die Welt noch stillzustehen und die Menschen leben einfach, wie von jeher. Im 38 km langen Shuangqiao Tal, dem „Tal der zwei Brücken“, finden Albert und Benni, wonach sie gesucht haben – Eislinien, soweit das Auge reicht. Mächtige, bis zu 6000 Meter hohe Berge ragen links und rechts empor. Das Tal liegt auf 3500 Meter und damit für die beiden zum Klettern ungewohnt hoch – eine Herausforderung, auf die sie sich erst einstellen müssen. Schließlich gelingen ihnen aber einige neue Routen, von denen zwei herausragen. „Shuangqiao Valley – Thin Ice in Tibet“ erzählt von Tagen in Tibet, die neben sportlichen Erfolgen vor allem mit der Bekanntschaft einer für Albert und Benni neuen und gänzlich anderen Kultur geprägt sind.

 

Ocean Gravity
Julie Gautier und Guillaume Néry sind Apnoe-Taucher. In „Ocean Gravity“ spüren sie der Ähnlichkeit zwischen Tauchern und Astronauten nach. Ohne Sauerstoff filmt Julie ihren Mann in der Unterwasserwelt von Tiputa in Französisch-Polynesien. In der Beinahe-Schwerelosigkeit des Ozeans bewegt sich Guillaume durch eine Welt ohne unten und oben, wie im Weltraum oder auf einem fremden Planeten. „Die Entdeckung dieses einzigartigen Ortes erlaubt uns, die visuelle Nähe dieser zwei Universen ins Bild zu setzen: Wasser und Luft, der Ozean und das All. Den Meeresboden zu berühren oder meinen Fuß auf einen unerforschten Planeten zu setzen, das sind zwei faszinierende Abenteuer, die meinen Durst nach dem Unbekannten beflügeln.“

 

Eisklettern in den Rocky Mountains
Bei einem Eiskletter-Trip mit fixem Datum nach Kanada in die Rocky Mountains kann man sich nicht wirklich sicher sein, ob die Bedingungen zum gebuchten Zeitpunkt auch passen. Deshalb rücken Guido Unterwurzacher, Christian Hechenberger, Simon und Max Berger nicht nur mit Eisgeräten aus, sondern haben auch Skier und Speed-Gleitschirme dabei, für irgendetwas davon werden die Verhältnisse wohl passen. Denn, wenn sie auch allesamt leidenschaftliche Eiskletterer sind, ist es den Freunden wichtiger, eine gute Zeit miteinander zu verbringen als alpinistische Erfolge zu feiern.

 

Der Zinnenmann
„Man muss schon ein bisschen optimistisch sein“ – vor allem wenn man die „Comici“ an der Nordwand der großen Zinne free solo gehen möchte. An Optimismus fehlt es ihm nicht, dem Südtiroler Bergführer und Allround-Alpinisten Christoph Hainz. Und so geht er sie, diese große und eindrucksvolle Nordwand, ohne Sicherung, ohne Seil und ohne Partner. Christoph Hainz ist ein Urgestein in der Südtiroler Alpinsport-Szene und kann nun mit über 50 Jahren mit einer dem Alter entsprungenen Gelassenheit auf seine bergsteigerische Karriere zurückblicken, die ihn einige große Erfolge in Fels und Eis feiern ließ. Was ihn auszeichnet ist sein Vertrauen, seine Sicherheit und seine überaus starke Psyche in Extremsituationen. So zeigt uns der „Zinnenmann“ nicht nur die free solo Begehung der großen Zinne, sondern lässt uns auch Christoph Hainz‘ Leidenschaft für den Alpinismus spüren: „Bergsteiger sind immer auf der Suche, angekommen bist du erst wenn du hinuntergeflogen bist.“

 

síðustu jaðar – Die letzte Grenze
Flo Orley und eine kleine Crew von Snowboardern machten sich auf den Weg, um einen der jüngsten Teile unserer Erde zu erkunden. Island, die Insel im Nordatlantik, ist ein launenhafter Hexenkessel, auf welchem man ständig die Kraft der Elemente zu spüren bekommt. Neben der bizarr schönen Landschaft und einiger guten Lines zum Freeriden finden die fünf Snowboarder neue und wertvolle Bekanntschaften, auch untereinander, weil sich manche der Teilnehmer erst in Island so richtig kennenlernen.

 

Stikine
Der große Canyon des Stikine-Flusses in British Columbia, Kanada ist der K2 des Wildwasser-Kajakfahrens. Obwohl reizvoll und anziehend für viele Kajaker, beherbergt die 72 Kilometer lange Schlucht einen der herausforderndsten und komplexesten Wildwasserflüsse unseres Planeten. Drei Tage dauert eine Befahrung, einzelne Passagen müssen lange und sorgfältig studiert werden. Olaf Obsommer, Filmemacher und Expeditions-Kajaker, wagt mit seinem fünfköpfigen Team eine Befahrung. Die reißenden Stromschnellen des Stikine fordern auch Weltklasse-Kajaker aufs Äußerste.

 

Burning Mountains – A Vertriders Exploration in Namibia
Nachdem sie mit Filmemacher Hannes Mair einige Bike-Filme in den Tiroler Bergen gedreht haben, begeben sich die Extrem-Biker Axel Kreuter und Sylvia Leimgruber von den Innsbrucker „Vertriders“ in die weite Ferne: ins südliche Afrika, nach Namibia. Der einheimische Bergführer wundert sich: „Ihr seid die ersten, die hier mit einem Fahrrad hinaufklettern wollen. Für mich ist das komisch.“ Als die Radabenteurer in dem ziemlich menschenleeren Gebiet am Brandberg für Biker eher unwirtliche Verhältnisse vorfinden, ziehen sie weiter zur Spitzkoppe. Dort findet sie, wonach sie gesucht haben. Auf den roten Felsplatten mitten in der Savanne erkundet Axel Kreuter für Biker neue Dimensionen der Steilheit und Ausgesetztheit: „Ich habe noch nie so wenig Raum für Fehler gesehen. Aber der Grip auf dem Granit ist einfach Monster!“

 

Simply Clever
Eine Parodie auf das ehemalige Ostdeutschland. Günther ist ein ehemaliger DDR-Bürger und möchte Freeskiing ausprobieren. Doch er besteht auf die gute DDR Qualität. Im Ferienhotel „Sachsenhof“ wird er fündig, ein originaler Ski aus dem Kombinat Hainichen. Sein Kumpel Hindrich hat die passende Bindung aus Alberto Tombas Zeiten („Tyrolia“). Am Hang wird die Euphorie jedoch schnell getrübt und die beiden Ossis müssen eines feststellen: „Ein Weltcupski sieht anders aus.“

 

Parapowder Küchlscharte
Die St. Antoner Gleitschirmflieger um Simon Penz nutzen einen wunderbaren Spätwintertag, um mit Gleitschirm und Tourenski das Fasul- und Verwalltal zu erkunden. Vom Rendl (Riffl II), direkt oberhalb von St. Anton am Arlberg, geht es mit den Schirmen zum Kartellspeicher hinunter und von dort über das Moostal hinauf zum großen Kuchenferner und steil weiter zur Küchlscharte. Simon und Florian steigen zum kleinen Kuchenferner hinunter und werden dort mit einer wunderbaren Abfahrt belohnt. Schon in der Abenddämmerung geht es dann mit dem Gleitschirm zurück in Richtung Rasthaus Verwall. Ausgestattet und geübt im Filmen mit einer Drohne und mit Helmkameras kann die St. Antoner „Para-Powder“-Gruppe einmal mehr ein Abenteuer festhalten und die Schönheit und Einsamkeit des winterlichen Fasul- und des Verwalltales vor Augen führen.

 

1point7 –  Fliegen ohne Flügel
Die beiden Freunde Andreas Podlipnik und Peter Salzmann verbindet eine gemeinsame Leidenschaft: Basejumpen. Seit Jahren reisen sie gemeinsam durch Europa, bestreiten Wettbewerbe und entwickeln darüber hinaus ihre eigenen Sprunganzüge. Sie sind stets auf der Suche nach den höchsten Absprüngen, von denen sie sich dann mit ihren „Tracksuits“ in die Tiefe stürzen. (Tracksuits sind Anzüge, die den freien Fall in eine Vorwärtsbewegung umwandeln, aber volle Bewegungsfreiheit haben und damit akrobatische Manöver erlauben.) So führt sie ihre Leidenschaft zur Eiger Nordwand und den imposanten Gebirgszügen der italienischen Dolomiten. Im Film schildern Andreas und Peter ihre persönlichen Erfahrungen und erläutern den speziellen Nervenkitzel beim Fliegen mit Tracksuits.

 

Die Freiheit, die ich meine
Zwei 1000 Meter-Wände zu klettern ist an sich schon Herausforderung genug, aber sie auch noch an einem Tag, verbunden durch einen Halbmarathon und ohne Seil und ohne Partner zu durchsteigen – free solo also – ist ein gewagtes Vorhaben. Der Gasteiner Bergführer Rudi Hauser hat sich dieses Vorhaben in den Kopf gesetzt und trainiert einen Sommer lang geistig und körperlich darauf hin. Beeindruckende Bilder eines vogelfreien Kletterers in der Südwand des Hochkönigs und der Nordwestwand des Hochkogels zeichnen den Film aus. Es ist ein Projekt, das Ausdauer und Schnelligkeit genauso wie mentale Stärke erfordert, ein Projekt, bei dem das Leben auf dem Spiel steht – und Hausers persönliche Belohnung? Er fühlt sich „so frei wie man nur sein kann!“

 

Balloonskiing – Heimschnee
Wer den Begriff „Balloonskiing“ nicht kennt, braucht sich nicht zu wundern. Balloonskiing ist etwas Neues, das sich eine Tiroler Gruppe rund um den Extrembergsteiger Stephan Keck einfallen ließ. Die Freerider werden dabei mit einem Heißluftballon auf die Berge gebracht und erfüllen sich so den lange gehegten Traum, möglichst schnell und ökologisch vertretbar unberührten Tiefschnee genießen zu können. Doch hinter dem Vorhaben stecken viele Herausforderungen und Ungewissheiten …
Der Beitrag ist ein für das Filmfest St. Anton exklusiv produzierter Ausschnitt aus dem Langfilm „Heimschnee“, der im kommenden Jahr nach dreijähriger Produktionszeit erscheinen wird.

 

Drei Siebe
„Für mich ist es wichtig, ein Projekt zu finden, das mich innerlich aufwühlt“, sagt Beat Kammerlander und hat ein solches mit seiner Route „Die drei Siebe des Sokrates“ an der Bürser Platte (Vorarlberg) wieder einmal gefunden. Im Film erklärt er nicht nur den Hintergrund dieses ausgefallenen Routennamens, sondern löst mit Präzision und Geschmeidigkeit den Griff-Krimi an der gnadenlos glatten Wand des „Bürser Wändles“. Und in schon fast gewohnter Kammerlander-Manier beeindrucken nicht nur die nach oben erkämpften Klettermeter, sondern auch die nach unten zurückgelegten Flugmeter.

 

Felix and the Muskeskiers –  One for all – all for one
Der elfjährige Felix ist ein begeisterter Freeskier und im SCA Newschool-Team gelandet. Dort fühlt er sich am richtigen Platz. Unter der Führung von Trainer Giggo Wolf wird fleißig trainiert, man zieht gemeinsam an einem Strang und unterstützt sich gegenseitig. Einige im Team haben es als Freeskier schon richtig weit gebracht, Marco und Andi z. B waren sogar bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotchi dabei.
Der vom SCA Newschool-Team auf den Weg gebrachte Film will aufzeigen, was eine von fähigen Betreuern geleitete, enthusiastische Sportlergruppe einem jungen Menschen an Entwicklungsmöglichkeiten bieten kann.

 

Mountainbike out of the Box // Iran
In den Alpen gehören Mountainbiker fast schon zum alltäglichen Erscheinungsbild. Im Iran ist das, man kann es sich gut vorstellen, ganz und gar nicht so: dort sind Mountainbiker eine Rarität. Trotzdem gibt es im Iran eine Downhill Szene, die sich sehen lassen kann. Kein Wunder: die Bike-Reviere dort lassen das Herz jedes Mountainbikers höher schlagen. Gregor Mahringer und Kameramann Julius Steinbacher fahren drei Wochen in den Iran, um die dortigen Mountainbiker und den besten iranischen Downhiller, Hossein Zanjanian, zu treffen. Was sie dort finden, ist nicht nur ein Haufen motivierter junger Downhiller, sondern auch Freundschaft und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, die den Sport dort auszeichnet.

 

Auf Skiern am Limit
Das Steilwandskifahren ist ein Sport, in dem Fehler lebensgefährlich sind. Zwei absolute Könner in diesem Bereich, der Osttiroler Thomas Gaisbacher und der Schweizer Samuel Anthamatten, haben es sich zum Ziel gesetzt, die steile und ausgesetzte Nordostwand des 2687 Meter hohen Siomskopfes in den Lienzer Dolomiten mit Ski zu befahren. Sie kommen auch auf einen Pionier des Steilwandskifahrens zu sprechen, dem der Film ein Denkmal setzt: dem Südtiroler Heini Holzer, der in 1970er Jahren über 100 Steilwandabfahrten als erster absolvierte und 1977 bei der Befahrung der Nordostwand des Piz Roseg im Engadin tödlich abstürzte. Anhand von Holzers Abfahrten führt der Film in die Geschichte dieser extremen Spielart des Skifahrens ein, erklärt die Vorbereitungen auf eine Abfahrt, die Zielfindung und endet mit dem Tag des tatsächlichen „drop in“ in die Nordostwand des Siomskopfes…

 

Unbekannte Antarktis – Expedition durch Queen Maud Land
„Weit weg von Überall” ist das Expeditionsziel des Tirolers Christoph Höbenreich. Zusammen mit seinen beiden Begleitern Michael Martin und Mario Trimeri, einem Fotografen und einem Alpinisten, geht es in die Unbekannte Antarktis. Etwas komisch sei es schon bei strahlendem Sonnenschein in Südafrika die Ausrüstung für minus 30 Grad einzupacken, meint Michael Martin. Doch als der russische Pilot während des Anfluges die Temperatur absenkt, machen sich die Polarabenteurer bereit für ihren Trip nach Queen Maud Land. In der Schneewüste des Südpols entdecken die drei die Schönheit inmitten des weißen Nichts: bizarre Landschaften, geformt aus Schmelzwasser und Sonne, Wind und Kälte. Und dann tauchen die markanten Drygalski-Berge aus dem “White Out” auf. „Man kann vieles planen auf einer Antarktis-Expedition, den wahren Ablauf bestimmt immer das Wetter.“

 

Masherbrun Nordost – Eine unmögliche Wand?
Die 3000 Meter hohe Nordostwand des Masherbrum im Karakorum ist eine der großen noch offenen Herausforderungen des Alpinismus. 2013 kamen Peter Ortner und David Lama nicht über das Studieren der Wand hinaus, weil das Wetter nicht mitspielte und sich Peter Ortner verletzt hatte. 2014 kehren die beiden zusammen mit Hansjörg Auer zurück. Die Wand stellt sich als Labyrinth aus Fels, Eis und Schnee dar, in der es nicht gelingt, schnell genug so weit nach oben zu kommen, um überhaupt einen vor Lawinen sicheren Biwakplatz errichten zu können. Letztlich sind die drei froh, heil wieder aus der Wand herauszukommen. Dazu David Lama: „Ich hatte das Gefühl, gefunden zu haben, wonach ich gesucht hatte. Eine Wand, die so unvorstellbar schwierig und groß ist, dass man leicht versucht ist, sie für unmöglich zu halten.“ Ausgestattet mit kleinen, mobilen Kameras filmten die Protagonisten bei ihrem Abenteuer zeitweise mit. Servus tv wird darüber einen Film machen, eine erste Preview ist als Premiere beim Filmfest St. Anton zu sehen.

 

The Last Great Climb
Der erst 1994 entdeckte Berg Ulvetanna, auf Deutsch „Wolfszahn“, in Queen Maud Land in der Antarktis, ist einer der entlegensten und am schwierigsten zu erreichenden Orte auf unserem Planeten. Leo Houlding und sein Team setzen noch eins drauf, denn sie planen eine Expedition dorthin mit dem Ziel der Erstbesteigung der Nordost-Kante dieses 2931 Meter hohen Granitriesens. Die vier Extremalpinisten müssen nicht nur mit der technisch überaus schwierigen Kletterei dieser rund 1800 Meter langen und 1700 Meter hohen Big Wall-Kante fertig werden, sie haben auch mit den, trotz guten Wetters, arktischen Temperaturen zu kämpfen. Und als das Wetter schließlich umschlägt, rückt der Gipfel in weite Ferne. Doch Leo Houlding geht es in erster Linie nicht um den Gipfel, sondern darum, „an wilden Orten mit wilden Menschen zu sein“. Ohne Zweifel: das war er dort!

 

 

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